7.4 Themenzentrierte Interaktion (TZI) – ein systemisch-humanistisches Modell für Gruppenprozesse

4. Warum TZI im Gruppencoaching besonders relevant ist

  1. Ganzheitlichkeit: TZI unterstützt Coaches darin, sowohl Sachorientierung (Themenklärung) als auch Beziehungsorientierung (Gruppendynamik) zu balancieren.

  2. Selbstverantwortung fördern: Jede:r Teilnehmende wird als aktive:r Mitgestalter:in des Gruppenprozesses gesehen („Ich bin mein eigener Chairperson“ – ein zentraler TZI-Leitsatz).
    → Das passt hervorragend zu Coachingzielen wie Selbstreflexion, Autonomie und Empowerment.

  3. Störungen als wichtige Signale: In TZI gilt: „Störungen haben Vorrang“ – nicht im Sinne von Stören des Ablaufs, sondern als Hinweise auf etwas Unausgesprochenes, das bearbeitet werden sollte.
    → Das hilft Coaches, nicht über Konflikte hinwegzuarbeiten, sondern sie konstruktiv in den Lernprozess einzubinden.

  4. Rollenbewusstes Leiten: TZI bietet Coaches eine klare innere Haltung: zwischen Leitung, Begleitung, Zurücktreten und Strukturgeben – je nach Gruppengeschehen.