Meine 10 Leitsätze für interkkulturelle Kompetenz

von Nina Bredereck -
Liebe alle, 

bitte entschuldigt die späte Einreichung, die einer großen Deadline und einigen privaten Hürden geschuldet ist. Dahinter in runden Klammern habe ich immer versucht, eine Zuordnung zu Inhalten des Kurses zu schaffen:

  1. Ich erfahre und respektiere, dass andere Menschen aus verschiedenen kulturellen Hintergründen kommen. Ich wertschätze diese Diversität als Reichtum für meine persönliche und berufliche Entwicklung. Ich gehe offen und wertschätzend mit jede:m Menschen und darüber hinaus mit meiner Umwelt um. (DEI[B])
  2. Ich verstehe unterschiedliche Perspektiven als wichtige Antriebskräfte für kreative und nachhaltige Lösungen, die evtl. auch "traditionell innovativ" sein können, um verschiedene Herausforderungen angehen zu können. (hoffentlich offenes Kulturverständnis 😀)
  3. Ich eröffne mir den Raum, neues Wissen und fremde Perspektiven zu entdecken, in den Austausch zu gehen und um mein Denken und Handeln sowie meine Sprache und Sprachanwendung ständig zu erweitern und so kontiuierlich lebenslang weiterzulernen.  (kommunikative Systeme und Veränderungsdynamiken)
  4. Ich hinterfrage regelmäßig die eigene Annahme und meine unbewussten Vorurteile (Unconscious Bias).
  5. Ich reflektiere über Tradition, Erinnerungskultur und -bewusstsein, um gewohnte Herangehensweisen und die Auswirkungen derer zu evaluieren, sie anzupassen/abzuändern oder fallen zu lassen. (kollektives, individuelles, kulturelles Gedächtnis)
  6. Ich beziehe globale Zusammenhänge in lokale Entscheidungen und Handlungen mit ein und reflektiere die Folgen daraus. Dabei lege ich großen Wert auf Fairness, Ehrlichkeit, Transparenz, Freundlichkeit sowie positive Feedbackkultur. (Glocales Dasein)
  7. Ich möchte Beteiligung aktiv fördern und gestalte selbst partizipative Prozesse in verschiedenen Lebensbereichen (Akteursfeldern) mit: Auf Arbeit als Referentin für Internationales und Chancengleichheit sowie als Koordinatorin eines MINT-Berufsorientierungsprogramms für (Fach-)Abiturientinnen, dem Niedersachsen-Technikum, im Privaten im Hochschulsport, Jugendsportbereich, beim Vorlesen in der Stadtbibliothek für Kinder bis sechs Jahre oder bei der Kinderkirch, aber auch bei der Pflege meiner Eltern. (Multikollektivität)
  8. Ich wäge oft viele, möglichst alle, Eventualitäten ab und versetze mich in andere hinein, um sie besser zu verstehen bzw. ihre Ideen zu akzeptieren oder zu tolerieren. (Ambiguitätstoleranz)
  9. Ich möchte unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen, so dass vielleicht Minderheiten ohne Schutz auch mehr gehört und wahrgenommen werden können im Sinne des Antidiskriminierungsgesetzes AGG. (relationale Perspektive)
  10. Ich hoffe, als wertschätzende (Gesprächs)Partnerin mit viel Offenheit gegenüber allen Diversitätsdimensionen wahrgenommen zu werden und dieses Agieren auf Augenhöhe auch zurück zu bekommen. (Unbestimmtheitserfahrungen und Umgang damit)
Viele sonnige Grüße aus Clausthal,
NIna

Meine 10 Leitsätze für Interkulturelle Kompetenz

von Isabelle Widmer -

  1. Ich behandle Kulturen als offene Netzwerke aus Beziehungen, nie als geschlossene Container mit fester Zugehörigkeit.
  2. Ich zoome bewusst zwischen Struktur- und Prozessperspektive, statt mich auf eine Logik festzulegen.
  3. Ich verallgemeinere nur auf Basis von Muss-Regeln (Gesetze, Verordnungen) und frage bei Kann-/Soll-Ebenen im Einzelfall nach.
  4. Ich sehe jede Person als multikollektiv – geprägt durch Herkunft, Ausbildung, Beruf und Glauben zugleich, nie durch nur eine Zuschreibung.
  5. Ich baue Beziehungen aktiv über Reziprozität auf und behandle „weak ties“ zunächst mit Verlässlichkeit statt mit Vertrauensvorschuss.
  6. Ich wähle meine Wortwahl bewusst, weil Framing (z. B. „Fachkraft“ vs. „Aushilfe“) den Beziehungsrahmen von Anfang an mitbestimmt.
  7. Ich reflektiere, dass Selbst-, Fremd- und Metabild auseinanderfallen können, und kläre Erwartungen aktiv statt sie zu unterstellen.
  8. Ich schaffe echte Kontaktsituationen mit gemeinsamen Zielen, weil bloße Anwesenheit allein keine Vorurteile abbaut.
  9. Ich begleite Arbeitgeber dabei, Vielfalt als Lern- und Entwicklungschance (Learning-and-Effectiveness) statt nur als Quote zu verstehen.
  10. Ich nehme Unsicherheit als Herausforderung statt als Bedrohung an und handle auch ohne feste Routinen konstruktiv weiter.

10 Leitsätze der IK

von Malte Mordeja -

1) Akzeptiere Unsicherheit, Unbestimmtheitserfahrungen und die Komplexität der Welt.

2) Versuche die Begriffe aus 1 als Herausforderung und Chance zu sehen.

3) Gebe deinem eigenen Geist im Kontext von Unbestimmtheitsserfahrungen so viel Struktur wie nötig und so viel Prozess wie möglich.

4) Sei reflektiert, selbstkritisch und multiperspektiv.

5) Verstehe Differenzen nicht zwangsläufig als kulturell, sondern lasse mehrere verflochtene Ebenen (Kultur, Individuum, Familie etc.) zu.

6) Begegne Menschen nicht als Sklaven ihrer Kultur, sondern als Personen mit vielfältigen Zugehörigkeiten und Erfahrungen.

7) Sei offen und neugierig.

8) Frage bevor du interpretierst und interpretiere bevor du urteilst.

9) Verwechsle deine Wahrnehmung nicht mit der Wirklichkeit.

10) Halte Widersprüche aus.

10 Leitsätze für meine IK

von Jutta Seifert -

1.      Sei neugierig auf dein Gegenüber.

2.      Sei dir bewusst: Jeder und jede ist anders geprägt und bringt andere Erfahrungen mit. Damit konstruiert jeder und jede die eigene Wirklichkeit sehr subjektiv.

3.      Nutze deine Empathie, um die Wirklichkeit deines Gegenübers kennenzulernen.

4.      Sei offen: Gib deinem Gegenüber einen Einblick in deine Wirklichkeit.

5.      Sei offen gegenüber allen Menschen: Fremde irritieren mit ihrer subjektiven Wirklichkeit nicht viel anders als deine Freunde mit ihrer subjektiver Wirklichkeit.

6.      Sei lern- und kompromissbereit: Es erwartet dich eine Bereicherung deines Lebens durch die Erfahrungen und Sichtweisen deines Gegenübers.

7.      Sieh Flexibilität als deine Lebensaufgabe an: Was heute normal ist, wird morgen schon wieder in Frage gestellt. Das aufeinander Zugehen und Finden von neuen Normalitäten ist beständiger Bestandteil deines Lebens.

8.      Entspann dich: Geh für die Reflexion deiner Gefühle auch mal auf die Metaebene.

9.      Genieße die zusammen konstruierten, neuen Wirklichkeiten.

10.  Sei ein Vorbild und suche den offenen Kontakt zu immer neuen Akteursfeldern.


Ich freue mich auf eure Leitsätze. Lieben Gruß, Jutta