Nicht wundern: Hier ist das E-Learning anders ins Moodle integriert. Es öffnet sich kein neues Fenster, sondern ich klickt euch durch ein so genanntes "Moodle-Buch". Viel Spaß
2. Einführung in die 4 Ebenen des Kirkpatrick-Modells
2.3. Ebene B "Lernerfolgskontrolle": Mehr als Wissensabfrage
Lernerfolgskontrollen sollten im verhaltensbezogenen Bereich (und gerade in interkulturellen Trainings) nicht auf
reine Wissensüberprüfung beschränkt sein. Schriftliche oder mündliche Tests liefern zwar differenzierte Aussagen zum Wissensstand, erfassen jedoch nur bedingt konative und affektive Aspekte interkultureller Handlungskompetenz.
Besonders geeignet sind komplexe Szenarien wie Assessment Center oder Planspiele. Sie ermöglichen Teilnehmenden, den Umgang mit unvertrauten Situationen ganzheitlich – kognitiv, konativ und affektiv – zu zeigen.
Typische Formate sind zum Beispiel:
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ein Rollenspiel, in dem unterschiedliche Kommunikationsstile aufeinandertreffen und eine gemeinsame Lösung gefunden werden muss,
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ein Fallbeispiel, das aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen Hypothesen bearbeitet wird,
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oder ein längeres virtuelles Planspiel wie Megacities, bei dem die Spielenden Verhaltensweisen in unvertrauten und heterogenen Kontexten anwenden müssen; evaluiert etwa über Beobachtungen oder 360°-Feedbacks.
Weniger komplex, aber dennoch hilfreich, sind Selbsteinschätzungen der Teilnehmenden. Sie liefern Hinweise auf den individuellen Lernprozess und lassen sich mit Online-Tools wie SurveyMonkey gut erfassen. Ihr Wert hängt dabei stark von der Tiefe der Selbstreflexion ab: weniger ein direkter Kompetenznachweis, aber ein nützlicher Indikator für subjektives Lernen.
Darüber hinaus sind kontinuierliche, informelle Lernerfolgskontrollen unverzichtbar. Trainer:innen sollten das Verhalten der Teilnehmenden während Übungen und Gruppenaufgaben aufmerksam beobachten, insbesondere wenn es um Anwendung, Umsetzung und Transfer geht. Auf diese Weise lassen sich praxisnahe und differenzierte Rückschlüsse ziehen.