4. Trainer:innen-Profil: Wofür stehe ich eigentlich

4.1. Dein Angebot: Eine erste Annäherung

Welche Themen möchtest du konkret anbieten? 
Hierfür hilft es, sich zu erinnern: Welche Themen in der Weiterbildung haben dich am meisten interessiert? Wo hast du dich in der Methodenlandkarte am sichersten gefühlt? Mit welchem Ziel bist du schon in die Weiterbildung gekommen?

Definiere dann dein Thema/deine Themen aus, indem du die Zielgruppe definierst, Lernziele formulierst, einen Zeitrahmen eingrenzt und mögliche Formate und Übungsformen definierst (das ist erst mal ein erster Entwurf und muss nicht voll ausgereift sein!):
Feld Dein Entwurf
Thema Worum geht es?
Zielgruppe 
Wer genau sitzt im Raum? (z.B. Teamleiter im IT-Sektor, Pflegekräfte, Team, das remote arbeitet...)
Welche interkulturellen Vorerfahrungen haben die TN und welche Motivation für das Thema?
Arbeitstitel Wie heißt das Training? 
Lernziele
Was sollen die Teilnehmenden nach dem Training wissen/können/angewendet haben/anders machen...)
Übungstypen  Input, Erfahrungsbasierte Übung, Reflexionsaufgaben, Fallbeispiele etc.
Format Training (Präsenz/Online), Simulation, Planspiel etc.
Zeitrahmen 2 Stunden? 1 Tag? 2 Halbtage?
 

Hier ein Beispiel:


Thema Mikroaggressionen im Hochschulkontext
Arbeitstitel „Subtile Ausgrenzung erkennen und inklusive Hochschulkultur gestalten“
Zielgruppe Lehrende, wissenschaftliches Personal und Verwaltungsmitarbeitende an Hochschulen. Individuelle Anmeldung, Eigeninteresse, Vorwissen, 
Lernziele
  • Subtile Formen von Mikroaggressionen im Hochschulalltag (z. B. Sprache, Herkunft, Erscheinungsbild) sicher  identifizieren können (=Wahrnehmung schärfen).

  • Den Zusammenhang zwischen Mikroaggressionen und deren negativen Folgen für die psychische Gesundheit und Leistungsfähigkeit (Cognitive Load) von Betroffenen verstehen (=Wirkung analysieren).

  • Die zugrunde liegenden gesellschaftlichen und strukturellen Muster hinter scheinbar „harmlosen“ Alltagsinteraktionen reflektieren (=Muster erkennen).

  • Praktische Mikro-Interventionen und sprachliche Strategien anwenden, um in kritischen Momenten souverän und inklusiv reagieren zu können (=Handlungsfähigkeit stärken).

  • Proaktive Schritte im Nachgang unternehmen, die ein echtes Gefühl der Zugehörigkeit (Belonging) für Studierende, Gäste und Kolleg:innen fördern (=Kultur mitgestalten).

Übungstypen Impuls/Inputs, Fallbeispiele aus dem Hochschulalltag, moderierte Reflexionsaufgaben, interaktive Simulationen von Interventions-Szenarien.
Format Interaktiver Workshop (wahlweise Präsenz oder Online).
Zeitrahmen 3 bis 6 Stunden (je nach gewünschter Vertiefungsebene).