3. Systemische Grundlagen und Prinzipien
3.6. Rückkopplung
Die Wechselwirkung von System und Umwelt, aber auch das gemeinsame interaktive Zusammenwirken von Systemelementen innerhalb des Systems werden auch Rückkopplungsprozesse (auch Feedback oder Iteration genannt) realisiert. Rückkopplung ist ein zentraler Begriff, der aus der Kybernetik stammt und bei so genannten Regelkreisen eine wichtige Rolle spielt. Ein Anwendungsbeispiel ist die Temperaturkonstanthaltung in Kühlhäusern. Bei einem einfachen Regelkreis werden bestimmte Eingangsgrößen (Input aus der Umwelt in das System; z.B. Temperatur) mit einem Sollwert (angestrebter optimaler Zustand; z.B. – 20°C) durch eine Kontrollinstanz verglichen. Dieser Vergleich führt dann zu einem bestimmten Verhalten des Systems (Output; z.B. „Kühlen“), was wiederum zu einer Veränderung der Systemumwelt führt und als neuer Input an das System zurückgemeldet wird. Rückkopplungsprozesse ermöglichen sowohl die Aufrechterhaltung der Stabilität eines Systems (negative Rückkopplung) als auch in anderen Entwicklungsphasen die Veränderung von Systemen über selbstverstärkende Systemdynamik (positive Rückkopplung).