2. TZI im Coaching

Kerngedanke: Entwicklung von Anliegen und Gruppen entsteht, wenn IchWir und Es gleichwertig und situationsangemessen beachtet werden – unter Berücksichtigung des Globe.


TZI ist kein starres Regelwerk, sondern eine interaktive Haltung: Sie hilft, Komplexität menschlicher Interaktion bewusst zu gestalten – insbesondere dort, wo wir miteinander in Beziehung stehen: in Teams, Gruppen, dyadischen Settings oder Organisationen. 


Die Themenzentrierte Interaktion ist ein dynamisches Orientierungsmodel, um Gruppenprozesse ganzheitlich zu leiten, ohne einzelne Perspektiven zu vernachlässigen – besonders wichtig im Gruppencoaching, wo Lernprozess, Beziehung und Reflexion eng miteinander verwoben sind. 

Coaches, die mit TZI arbeiten, nehmen diese Vielschichtigkeit ernst: Sie begleiten nicht nur Prozesse, sondern schaffen einen Rahmen, in dem Menschen sich selbst, andere und das gemeinsame Anliegen in Beziehung bringen können – achtsam, handlungsfähig und im Kontext eingebettet.

Auch im Einzelcoaching bietet TZI wertvolle Orientierung: Die vier Bezugsgrößen (Ich, Wir, Es, Globe) helfen, innere Spannungsfelder differenziert zu beleuchten – etwa zwischen persönlichem Anliegen, beruflicher Rolle, zwischenmenschlichen Beziehungen und systemischen Rahmenbedingungen. So wird die:der Coachee eingeladen, sich selbst in ihrem:seinem größeren Beziehungs- und Wirkungszusammenhang zu reflektieren und stimmige, nachhaltige Lösungen zu finden.

Beispielhafte Verbindung:

  • Wenn ein:e Teilnehmer:in (Ich) beim Thema (Es) emotional stark reagiert, beeinflusst das die Gruppendynamik (Wir) – z. B. durch Spannung oder Rückzug.
  • Um damit gut umzugehen, braucht die Gruppe und der:die Coach:in Bewusstsein für diese Wechselwirkungen – das ist zentrale Haltung in der TZI.