Kommunikationskampagne des WOM-Projektes

Kommunikationskampagne des WOM-Projektes

von Isabelle Widmer -
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Einschätzung der beiden Plakatentwürfe

Beide Entwürfe sind auf den ersten Blick auffällig, ich würde sie aber nicht so verwenden.

BeEntwurf A finde ich den Grundgedanke gut – "Hier zählt, was die Person kann" und "Mensch ist Mensch" ist eine klare Botschaft gegen Ausgrenzung. Das Problem ist aber, dass direkt danach genau die äußeren Merkmale aufgezählt werden, die Leute oft zur Kategorisierung nutzen: Kopftuch, Dreadlocks, Tattoos. Das Plakat sagt eigentlich "Unterschiede sind egal", macht sie aber gleichzeitig zum Hauptthema.

Bei Entwurf B geht's mir ähnlich. Der Spruch mit dem Brot ist originell und bleibt im Kopf, aber die Person wird stark über ihr "Anderssein" inszeniert – durch den Namen Fatima entsteht sofort eine kulturelle Zuschreibung. Dazu kommt: Wenn man internationale Mitarbeitende immer nur als die zeigt, die "unsere Wirtschaft bereichern", entsteht schnell ein Wir-gegen-die-Gefühl, obwohl das Gegenteil gewollt ist.

Was ich anders machen würde:

Statt internationale Mitarbeitende als besondere Gruppe darzustellen, die man braucht oder tolerieren muss, würde ich zeigen, dass sie einfach ganz normal Teil des Teams sind.

Zur Theorie:

Ganz hilfreich finde ich hier die Idee der sozialen Kategorisierung – wir teilen Menschen automatisch in "wir" und "die anderen" ein und sichtbare Merkmale wie Kleidung oder Kopftuch verstärken das nur. Beide Plakate wollen eigentlich Vorurteile abbauen, machen aber genau diese Merkmale erst richtig sichtbar.

Dazu passt auch die Kontakthypothese: Kontakt zwischen Gruppen baut Vorurteile ab, vor allem wenn beide Seiten gleichberechtigt zusammenarbeiten und ein gemeinsames Ziel haben.

Plakatvorschlag zu Kommunikationskampagne des WOM-Projektes