Monokulturelle, multikulturelle und interkulturelle Perspektiven aus Parteiprogramemn des BSW, der NPD und der Piratenpartei

Monokulturelle, multikulturelle und interkulturelle Perspektiven aus Parteiprogramemn des BSW, der NPD und der Piratenpartei

von Susanne Abdennouri -
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Da ich in Thüringen lebe und die Linke und seit der letzten Landtagswahl auch das BSW einen reltiv großen politischen Einfluss haben, habe ich mir zuerst das Programm des BSW angeschaut, das ich als tendenziell monokulturell, bzw. restriktiv zum Thema Einwanderung einschätze:

  • Zitat: „Migration ist nicht die Lösung für das Problem der Armut auf unserer Welt.“ Deutsche Welle+1

  • Zitat: „Viele Kommunen stoßen längst an ihre Grenzen, weil sie mit der hohen Zahl an Zuwandernden alleingelassen werden.“ st.bsw-vg.de

Diese Aussagen zeigen eine vor allem restriktiv definierte Migrations- und Integrationspolitik (Begrenzung von Zuwanderung, Kontrolle und der Priorisierung des „bestands-gesellschaftlichen“ Zusammenhalts). Das entspricht aus meiner Sicht am ehesten einer monokulturellen  Perspektive. Es geht weniger um Diversität oder kulturelle Offenheit, sondern um Schutz der bestehenden sozialen und kulturellen Ordnung durch Migrationsbegrenzung.

Neben der traditionall stark verwurzelten Linken, hat wie in vielen Bundesländern des ehemaligen Ostens (und durchaus auch in den westlichen Bundesländern), die AfD einen großen politischen Einfluss. Die NPD hingegen wirkt weniger präsent, jedoch sind viele Ideoligie ähnlich. Ichhabe mir angeschaut, gerade auch im Vergleich zu den anderen Beiträgen hier im Forum zur AfD, welche Terminologien dien NPD nutzt: Sie ist zweifelsfrei monokulturell, bzw. ethno-nationaliszisch aufgestellt und lehnt jegliche Vielfalt ab:

  • Programmprofil: Die NPD definiert sich als Partei, die „sich zum deutschen Volk, zur Nation der Deutschen und zur deutschen Kultur“ bekennt. Bundeswahlleiterin+1

  • Haltung zur Einwanderung: Die NPD lehnt Einwanderung, insbesondere aus nicht-europäischen Ländern, ab — mit dem Ziel, eine „Erhaltung der deutschen nationalen Identität und Kultur“ sicherzustellen. VOTA+1

Als dritte Partei habe ich mir die Piratenpartei angeschaut: Vor einigen Jahren vor allem in verschiedenen Länderparlamenten  (z.B. Saarland) noch als wahrhaftige "junge, linke Alternatvemit Potential" wahrgenommen, hat sie heute im politischen Diskurs keinen hohen Stellenwert mehr. Sie ist für mich ein Beispiel für eine multikulturelle, bzw. auch interkultrelle Perspektive zum Thema Integration und Einwanderung:

  • Zitat: „Wir PIRATEN stehen für eine offene, freie und pluralistische Gesellschaft ein, in der verschiedene Kulturen, Weltanschauungen und Religionen friedlich gemeinsam leben können.“ Piratenpartei Deutschland

  • Zitat: „Integration … soll nicht dessen Ziel sein, sondern Staatsbürgerschaft soll unabhängig von wirtschaftlichen Kriterien möglich sein; Optionspflicht soll entfallen.“ (gemeint: doppelte bzw. mehrfache Staatsangehörigkeit soll akzeptiert werden) Piratenpartei Deutschland+1

  • Zitat: „Das Ziel von Integration ist das friedliche Zusammenwachsen zu einer Gemeinschaft, in der die demokratische, kulturelle und wirtschaftliche Teilhabe jedes Einzelnen … nicht von Herkunft, Geschlecht, Religion … abhängt.“ Piratenpartei Berlin

Gerade das Ziel des friedlichen Zusammenwachsens zeugt von dem wahrhaftig inklusiven Charakter der parteipolitischen Ausrichtung.