Im Folgenden möchte ich meine zehn Leitsätze mit euch teilen:
1. Ich halte Unsicherheiten bewusst aus und begreife sie als Bestandteil interkultureller Begegnungen.
2. Ich verstehe Kultur nicht als starres „Container“-System, sondern als offen und dynamisch.
3. Ich reduziere Interkulturalität nicht auf Probleme oder Konflikte (Critical Incidents) sondern erkenne auch die Chancen und Bereicherungen, die interkulturelle Begegnungen mit sich bringen.
4. Ich erkenne Stereotypen, reflektiere meine unbewussten Vorurteile (Unconscious Bias) und vermeide Übergeneralisierungen.
5. Ich betrachte „Eigenes“ und „Fremdes“ nicht getrennt, sondern als miteinander verflochten und wandelbar, wodurch Vielfalt sichtbar wird.
6. Ich erkenne Widersprüche und Ambivalenzen an und gestalte mein Handeln darauf reflektiert.
7. Ich hinterfrage „Unplausibles“ aktiv, statt es unreflektiert stehen zu lassen oder vorschnell zu bewerten.
8. Ich verstehe Identität als vernetzt und relational, nicht nur als Abgrenzung zu anderen.
9. Ich reflektiere meine eigenen kulturellen Prägungen und erkenne deren Einfluss auf mein Denken und Handeln.
10. Ich begegne Vielfalt mit Offenheit, Neugier und Lernbereitschaft, statt mit vorschnellen Urteilen oder festen Erwartungen.