Beispiel 1: Die aktuelle Teilzeit Debatte
Perspektive 1: Teilzeit als Lifestyle
https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/teilzeit-cdu-vorschlag-plan-100.html 06.02.2026
Diese Artikel beleuchten den Vorstoß der CDU das Recht auf Teilzeit stark einzugrenzen, Teilzeit solle es nur noch bei besonderen Bedingungen geben. In derartigen Artikeln wird der Teilzeitarbeit ein negativer Frame gegeben, sie wäre ein Luxus- bzw. Lifestyle Problem, welches die deutsche Wirtschaftsleistung mindert.
Perspektive 2: Teilzeit als Notwendigkeit
https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/scharrenbach-interview-teilzeit-100.html 06.02.2026
Der genutzte Frame hier zeigt Teilzeit als Produkt struktureller Gegebenheiten und somit als Notwendigkeit an. Das Recht auf Teilzeit soll beibehalten werden, beispielsweise damit Mütter ihre Kinder betreuen können und Pflegekräfte ihre eigene Gesundheit schützen können.
Perspektive 3: Teilzeit aus Unternehmenssicht
Ganz anders geframt wird die Teilzeitarbeit aus Unternehmenssicht. Hier sprechen mitunter verschiedene Gründe für die Teilzeitarbeit. Beispielsweise sind flexible Arbeitsmodelle, darunter die Teilzeit, ein Wettbewerbsfaktor bei der Suche nach Fachkräften. Somit wird Teilzeit als Wettbewerbsfaktor geframt. Zudem gibt es auch Mitarbeitende, die in Teilzeit produktiver arbeiten – somit wird auch hier ein positiver Frame genutzt.
Beispiel 2: Fachkräftemangel
Perspektive 1: Fachkräftemangel als Risiko für Unternehmen und Wirtschaft
Der Fachkräftemangel wird journalistisch oft als Risiko für Unternehmen und die deutsche Wirtschaft beschrieben bzw. sogar ein „bedrohlicher“ Frame aufgebaut. Es würden viele Fachkräfte fehlen, was massive wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen würde. Maßnahmen zur Fachkräftesicherung werden verlangt.
Perspektive 2: Fachkräftemangel als Zukunftstreiber
https://fachkraft-betriebe.de/blog/ist-fachkraeftemangel-auch-eine-chance-fuer-transformation/ 06.02.2026
Der Fachkräftemangel wird mitunter auch als Chance dargestellt, sich zu transformieren, Innovationen voranzutreiben und Unternehmen „fit für die Zukunft“ zu machen. So nutzt beispielsweise ein Heizungsbetrieb KI um am Telefon erste Kundenwünsche entgegenzunehmen oder Kalkulationen zu erstellen, sogar rund um die Uhr. Somit bleibt mehr Zeit für das „echte Handwerk“ und mehr Kunden können bedient werden.
Der Fachkräftemangel kann also auch als positiver Impuls gesehen werden, Themen entsprechend weiterzuentwickeln und zukunfts- und marktfähig zu bleiben.