Onboarding von Praktikant*innen bei ti communication

Onboarding von Praktikant*innen bei ti communication

von Susanne Abdennouri -
Anzahl Antworten: 0

Da ich im Projekt- und Accountmanagement bei ti communication arbeite, habe ich mich für diese Aufgabe dazu entschieden, kein fiktives Onboarding-Programm zu entwickeln, sondern den Einarbeitungsplan zu analysieren, den wir intern  für neue Praktikant*innen verwenden.

Onboarding

Der erste Tag ist sehr klar strukturiert aufgebaut. Zunächst werden die Büroräume gezeigt, damit sich die neue Person orientieren kann und weiß, wo alles ist (Arbeitsplatz, Küche, Besprechungsräume usw.). Danach folgt eine technische Einführung in Outlook, die Explorerstruktur, MS Teams als Kommunikationsplattform sowie in das Programm COMET. Direkt im Anschluss gibt es ein Kennenlernmeeting mit dem gesamten Team, sodass die neue Person von Anfang an als Teil des Teams wahrgenommen wird.

In den darauffolgenden Tagen erfolgt dann Schritt für Schritt die Einführung in verschiedene Arbeitsbereiche, z. B. Telefon, Anfragen und Auftragsabwicklung, Trainerorganisation, Rechnungen, WordPress und Vertrieb. Besonders wichtig ist dabei, dass es eine feste Ansprechpartnerin gibt und an jedem Tag Zeit für Nachfragen eingeplant ist. Gleichzeitig bekommen die neuen Praktikant*innen schon in der ersten Woche Aufgaben, sodass sie nicht nur zuhören, sondern direkt mitarbeiten können.

Kulturverständnis

Dem Onboarding-Plan liegt ein dynamisches und offenes Kulturverständnis zugrunde. Kultur wird dabei nicht als etwas Starres verstanden, sondern als etwas, das in der täglichen Zusammenarbeit entsteht, vor allem durch Kommunikation, Erwartungen und Arbeitsweisen.

Besonders deutlich wird das auch dadurch, dass bei uns regelmäßig internationale Praktikant*innen arbeiten. Voraussetzung ist ein B2-Niveau in Deutsch, sodass Kommunikation und Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen. Integration erfolgt also nicht über Anpassung an eine bestimmte Kultur, sondern vor allem über gemeinsame Arbeit, Austausch und direkte Interaktion im Team.

Analyse

Wenn ich den Plan aus einer interkulturellen Perspektive betrachte, wird deutlich, dass der Fokus stark auf Struktur und Orientierung liegt. Das ist besonders wichtig, weil Unsicherheit am Anfang oft nicht nur mit den Aufgaben zu tun hat, sondern auch mit Erwartungen und Teamkultur.

Gleichzeitig zeigt sich, dass Onboarding mehr ist als eine organisatorische Einführung. Besonders wichtig ist die frühe Einbindung in das Team und die direkte Zusammenarbeit. Genau dadurch entsteht das Gefühl, dazuzugehören.

Trotzdem könnte man den Plan noch etwas ganzheitlicher gestalten. Zum Beispiel durch ein kurzes Gespräch zu Beginn, in dem Erwartungen auf beiden Seiten geklärt werden, oder durch kurze Feedbackgespräche in der ersten Woche. Das würde helfen, Unsicherheiten noch schneller abzubauen.

Fazit

Der Einarbeitungsplan bei ti communication ist bereits sehr strukturiert und praxisnah. Die Analyse zeigt aber auch, dass ein ganzheitliches Onboarding nicht nur aus organisatorischen Abläufen besteht, sondern auch aus Kommunikation, Reflexion und gegenseitigen Erwartungen.