Interkulturelle Kompetenz & ich – 10 Leitsätze

Interkulturelle Kompetenz & ich – 10 Leitsätze

von Theresa Dabla -
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Im Folgenden meine 10 Leitsätze, die ich aus dem gewonnen habe, was ich im Kurs gelernt habe:

1. Ich denke bei „interkulturell“ nicht mehr in erster Linie an Nationalkulturen, sondern an multiple überlappende kulturelle Akteursfelder und an den Umgang mit Unbestimmtheitssituationen.

2. Ich sehe Kultur nicht als starr und gegeben, sondern als relational und wandelbar in einem Feld von Zugkräften.

3. Ich finde durch Raus- und Reinzoomen einen Mittelweg zwischen Übergeneralisierung und Verlorenheit in Details. – „So viel Detailliertheit wie möglich, so viel Komplexitätsreduktion wie nötig.“

4. Ich bin mir bewusst, dass Personen unterschiedliche Frames für und Wahrnehmungen von der gleichen Situation haben. Ich reflektiere über die Intentionen und Prägungen/ Rahmen meines eigenen Denkens und Handelns (Perspektivenreflexivität) und versuche durch einen empathischen Perspektivwechsel die Sicht anderer auf eine Situation nachzuvollziehen (Perspektivenreziprozität).

5. Ich hinterfrage, wer framt hier wie und mit welcher Agenda? Wessen Perspektive wird nicht gehört?

6. Ich möchte meine Kommunikation inklusiv und anschlussfähig gestalten.

7. Ich mache mir Stereotype bewusst und lasse sie nicht urteils- und handlungsleitend werden, indem ich eine offene Haltung einnehme und eine defizitäre Sicht auf andere vermeide.

8. Ich verstehe, dass Fremdheit keine natürliche Eigenschaft eines anderen ist, sondern ein diskursives mit dem Selbst(-bild) verknüpftes Konstrukt.

9. Diversität an sich reicht nicht – sie muss bewusst und konstruktiv engagiert werden und echte Teilhabe ermöglicht werden, damit sie Potenziale entfalten kann.

10. Ich möchte Unbestimmtheits-/ Unsicherheitssituationen als Herausforderung annehmen und Potenzial in ihnen sehen, offen gegenüber Vielfalt und Ambiguität bleiben. Ich akzeptiere, dass es nicht immer klare do’s and dont’s oder Handlungsanweisungen gibt. Ich bleibe offen und bereit zu lernen und zu „unlernen“. Ich frage nach und suche den Dialog, wenn mir etwas unplausibel erscheint.